Agenda

 

Rom-Reise 2018

 6. Mai 2018 Vereidigung Schweizergardisten in Rom 

Anlässlich der Vereidigung der Schweizergardisten in Rom durfte die Musikgesellschaft Richenthal-Langnau die Festlichkeiten am 6. Mai im Vatikan mitgestalten. Ein unvergessliches Erlebnis und ein Höhepunkt in der bald 150 jährigen Vereinsgeschichte.

Am späten Abend vom 2. Mai 2018 packten rund 30 Musikantinnen und Musikanten sowie rund 20 Begleitpersonen Gepäck, Instrumente und Uniformen in einen Lieferwagen und setzten sich in den Car, der sie in die italienische Hauptstadt führte. Trotz etwas unbequemer Sitz-Haltung fanden die Meisten einige Stunden Schlaf und konnten mehr oder weniger ausgeruht um die Mittagszeit in Rom ihre Hotel-Zimmer beziehen. Am Nachmittag wurde bereits ein Teil der zahlreichen Sehenswürdigkeiten erkundet. Dabei werden mit dem Kolosseum, dem Trevi-Brunnen und dem Petersplatz nur drei genannt. Müde von der langen Anreise legten sich an diesem Abend alle etwas früher zu Bett.

Am Freitag wurden alle Mitreisenden in Gruppen von ehemaligen Schweizer Gardisten durch den Vatikan geführt. Die aufwändig gepflegten Vatikanischen Gärten oder der prunkvolle Palast löste bei allen Mitreisenden ein grosses Staunen aus. Motiviert zogen sich die Musikantinnen und Musikanten später zur Probe im Lokal des Gardespiels zurück. Auch das war ein besonderes Erlebnis, war und wird es doch in der ganzen Vereinsgeschichte die erste und einzige Probe im Vatikan sein.

Das wohlverdiente Nachtessen und ein leckeres Glas Rotwein nahmen alle gemeinsam ein. Auch das Feiern durfte natürlich auf diesem Musik-Ausflug nicht zu kurz kommen.

Der Samstag wurde auf unterschiedliche Art und Weise verbracht. Während die einen lieber die Ruhe genossen, machten sich die anderen auf den Weg durch die Stadt, um weitere Sehenswürdigkeiten kennenzulernen.

Der Abend brachte weitere Höhepunkte des Wochenendes: Während die meisten Mitgereisten die Kranzniederlegung mitverfolgten, die ein erster offizieller Akt des Sacco di Roma vom 6. Mai darstellte, hatte die Zehnermusik ihren Auftritt. Sie durften den Apéro des Gala-Dinners mit geladenen Gästen mit fetziger Musik umrahmen. Zusammen mit namhaften Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Religion konnte anschliessend ein schmackhaftes Abendessen genossen werden. Dabei führte nicht nur das Essen zu funkelnden Augen: Die kunstvollen und riesigen Bilder an der Wand gaben in dem riesigen und prunkvollen Saal viel zu sehen.

Am Sonntag folgte dann der eigentliche Anlass, wofür diese lange Reise gemacht wurde: Jährlich am 6. Mai findet die Vereidigung der neuen Gardisten statt. Der Kanton Luzern war in diesem Jahr Gastkanton. Die MusikgesellschaftRichenthal-Langnau wurde aufgrund einer ganz besonderen Verbindung als Musikalische Formation ausgewählt: Der aktuelle Kommandant der Schweizer Garde, Christoph Graf, war einst zusammen mit seinen drei Brüdern Mitglied der damaligen Feldmusik Richenthal. Der älteste der drei Brüder, Thomas Graf, ist heute noch ein wichtiges Mitglied im Tuba-Register.

Der Tag begann für viele Frühaufsteher mit der heiligen Messe im Petersdom. Nachher stand der erste Auftritt an diesem ereignisreichen Tag auf dem Programm: Ein Platzkonzert im Quartier der Schweizer Garde. Die Musikantinnen und Musikanten konnten für Ihren unterhaltsamen und abwechslungsreichen Auftritt viel Lob entgegennehmen. Nach dem Platzkonzert wechselte man auf den Petersplatz, wo -  wie jeden Sonntag – das Angelus-Gebet von Papst Franziskus gesprochen wurde. Dort spielte die MG Richenthal-Langnau ebenfalls einige Stücke. Das führte bei vielen ebenfalls zu Gänsehaut, hat man doch noch nie vor zehntausenden Menschen aus aller Welt gespielt!Nach 16.00 Uhr spielten die Musikantinnen und Musikanten ein Platzkonzert im Damasushof, während die Gäste der Vereidigung ihre Plätze einnahmen. Um Punkt 17.00 Uhr konnte dann die Musikgesellschaft ihre Instrumente versorgen und dabei zusehen, wie 32 junge Gardisten vereidigt wurden. Es war eindrücklich, diesen speziellen Anlass mitzuerleben.

Das wohlverdiente Apéro mit Luzerner Spezialitäten wurde in vollen Zügen genossen.  Dank der vielen unbeschreiblichen Eindrücke gingen auch die schmerzenden Füsse vergessen, die durch das lange Stehen und die vielen Schritte über die Pflastersteine des Vatikans entstanden.

Am Montag reiste die ganze Reisegruppe glücklich und zufrieden zurück. Bestimmt wird man auch in vielen Jahren noch daran zurückdenken!